Direkt zum Seiteninhalt

Autogene Psychotherapie Helfried Tiemeyer, Twistringen - www-autogene-psychotherapie-de

Menü überspringen
Menü überspringen
Körper-Selbst-Beseelung
Die Selbstentwicklung ist bei uns Menschen häufig gestört. Ein schwieriger Schwangerschaftsverlauf, Komplikationen vor, während oder nach der Geburt, oder auch „nur“ Atmosphären, die in früher Kindheit für uns entwicklungsfeindlich waren, haben dazu geführt, daß der „Urgrund“ unserer Person, unseres Selbst, gestört ist.

In der autogenen Bewegung verlassen wir unser Leben der Selbst-Sicherungen, der eingebildeten Sicherheiten. Wir begegnen körperlich-seelischen Regulationen, die autonom, d.h. unwillentlich und unbewußt funktionieren. Wir begegnen dem Unbewußten, dem autonomen System der Lebensnerven, dem Vegetativum.

Die Idee für die autogene Selbstbehandlung basiert auf der Vorstellung, daß wir zunächst Grundlegendes entwickeln müssen, bevor wir uns selbst begegnen können, oder auch bevor wir mit Anderen Beziehungen führen können. Auch bevor wir uns in unserer Gedanken- und Vorstellungswelt mit Fragen und Konflikten auseinandersetzen, die uns immer wieder fortbringen können, von dem, was wir leben möchten. Wir benötigen zunächst wohl eine solide Grundlage. Wir erarbeiten sie uns, indem wir die autogene Bewegung nehmen.

Gefühle der Schwere, der Wärme, das Atmen und den Herzschlag haben wir bereits im Mutterleib und in den ersten Lebensmonaten erlebt. Der Solar-Plexus, das Sonnengeflecht kennen wir aus Theorien, die ihn als das Zentrum unserer Nerven-Regulation anerkennen. Wir begegnen uns selbst und unserer Selbstregulation. Ein kühler Kopf kann hierbei nicht schaden.
Das Basale, Grundlegende für die Seele ist die Entwicklung von (Ur-) Vertrauen; auf dem Terrain des Seelisch-Körperlichen die Entwicklung eines „Körper-Selbst“. Ein Gefühl der Verbundenheit. Körperbeseelung, wie I.H.Schultz es nannte. Wir begegnen beim Üben sehr tiefliegenden Schichten: Pränatalem sowie den Spuren von Ereignissen im nachgeburtlichen Lebensbeginn, tief eingraviertem Geschehen, das sich unserer bewußten Erinnerung entzieht. Diesen Sphären begegnen wir bereits in den Übungen der Grundstufe, wenn wir uns fallen lassen. Das „Fallenlassen“ unternehmen wir quasi in uns hinein. Mit Hilfe der organismischen Umschaltung, in den Zustand der Nacht. In einer autogenen Bewegung. In Trance.

Für die psychoanalytischen Theorien zur Persönlichkeitsentwicklung befinden wir uns auf strukturellem Gebiet. Dem Gebiet der Persönlichkeitsstruktur.
Für die Theorien zur psychoanalytischen Psychodynamik befinden wir uns in Bereichen der körperlichen Triebe und Regungen, sowie auch der atmosphärischen Beziehungserfahrungen von Geborgenheit und Getragensein, so wie sie für die frühen Beziehungserfahrungen mit der Mutter charakteristisch sind.

Durch das Üben selbst, in der autogenen Bewegung, befinden wir uns in der Loslösung, der „Triangulierung“. Wir entwickeln dabei unser Selbst, unsere Selbstständigkeit. Lösen uns ab vom Primärobjekt, dem Mütterlichen. Genau genommen sind es eben auch die ganz frühen Strebungen einer Triangulierung, die uns zur Grundlage dienen, um eine Entwicklung zur Selbstständigkeit erst anzubahnen. Es ist fast wie eine Geburt, die wir im Autogenen durchmachen: Die Geburt des Selbst.
Zurück zum Seiteninhalt